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Bier und Wein entstehen durch die Vergärung von Hopfen und Malz, respektive von Trauben. Spirituosen wie Vodka oder Rum sind sehr viel stärker und werden durch Destillation so konzentriert. Alkohol wird nicht nur wegen des Geschmacks getrunken, vielmehr wegen der Wirkung.
In der Schweiz gibt es 300‘000 Alkoholabhängige und 20 bis 25% der Bevölkerung gefährden durch den Alkoholkonsum ihre Gesundheit kurz-, mittel oder langfristig.
Die Zahl der Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die aufgrund einer Alkoholabhängigkeit in Schweizer Spitälern behandelt wurden, ist zwischen 2005 und 2007 um 18% angestiegen. Täglich werden in der Schweiz fünf junge Frauen und Männer wegen einer Alkoholvergiftung ins Spital gebracht. Eine vergleichsweise stärkere Zunahme findet sich bei Mädchen und jungen Frauen.
Jeder vierte Todesfall zwischen 15 und 29 Jahren steht im Zusammenhang mit Alkohol. Das ist die häufigste Todesursache in diesem Alter!
Wirkung und Gefahren
Alkohol wirkt in geringen Mengen (ca. 20cl Bier, 10cl Wein) anregend und bei grösseren Mengen dämpfend auf das Zentralnervensystem.
Alkohol ist ein Zellgift, das schon ab wenigen Standarddrinks pro Tag Schaden anrichtet. Bei grösseren Mengen kommt es zu einem Anstieg der Nebennierenhormone (u.a. Cortison) was im Organismus eine Stressreaktion bewirkt.
Mehr als 3 Standarddrinks täglich bewirken beim Mann schon eine deutliche Leberschädigung, bei der Frau reichen bereits 1.5 Standarddrinks. Bei täglich 6 Standarddrinks kommt es beim Mann zu einer Verdoppelung, bei der Frau sogar zu einer Verhundertfachung der Leberzirrhose-Häufigkeit!
Alkoholabhängigkeit
Eine leichte Entzugserscheinung ist der Kater, der je nach Situation mit Kopfschmerzen, Unlust, Unruhe, Gereiztheit, Verstimmung und Deprimiertsein einhergeht. Ursache dafür ist ein Abbauprodukt des Alkohols, das äusserst giftige Acetaldehyd. Der Übergang von der psychischen zur physischen (körperlichen) Abhängigkeit ist fliessend. Wird die regelmässige Alkoholzufuhr plötzlich unterbrochen, kommt es zu typischen Entzugssymptomen wie Unruhe, Tremor, Übelkeit und Erbrechen. In schlimmen Fällen kann es auch zu schweren Krampfanfällen und schliesslich zum Delirium tremens kommen, das sich neben Tremor und Übelkeit in Halluzinationen, Muskelzuckungen und Krämpfen bis hin zum Koma äussern kann.
Ein angemessener Umgang mit Alkohol ist wichtig und muss erlernt werden – auch Jugendliche und junge Erwachsene können alkoholabhängig werden.
